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Osmanische Zeit · Wiedergeburt

Kapana

die handwerkliche „Falle“ der Gassen, heute das Kreativviertel

Das Viertel zwischen der Dzhumaya-Moschee und der Altstadt behält seinen Grundriss der osmanischen Marktstadt bei: schmale, nach Handwerk benannte Straßen, die wie eine Falle ineinandergreifen. Im Jahr 1652 zählte Kapana etwa 880 Geschäfte, und nach Jahrzehnten des Niedergangs entwickelte sich Kapana zwischen 2014 und 2019 wieder zum kreativen Industrieviertel der Stadt.

Kapana
Realsteel007 CC BY-SA 4.0

Warum dieses Viertel zählt

Kapana ist das seltene Viertel, das zweimal überlebt hat: einmal den Brand von 1906, einmal die Bulldozer der 1970er Jahre. Das Straßennetz des osmanischen Basars beherbergt heute Bulgariens dichteste Konzentration an Ateliers und Galerien – ein lebendiges Beispiel dafür, wie ein Handwerksviertel wiedergeboren wird, ohne abgerissen zu werden.

Für Besucher

Was ansehen
Die nach Handwerk benannten Gassen, die Ausstellung im Chifte-Bad und die Kurve des Antiken Stadions zwei Schritte entfernt.
Wie lange
Eine Stunde für die Schleife; einen ganzen Abend, wenn Sie bleiben.
Wann kommen
Am Nachmittag geht es in die Abenddämmerung, wenn die Studios und Bars zum Leben erwachen.
Essen in der Nähe
Das dichteste Café- und Barnetz der Stadt – Reservierungen sind nur am Wochenende wichtig.

Woher der Name kommt

Der Name geht auf das 15. Jahrhundert zurück, als zwei schmale Marktplätze Un Kapan und Büyük Kapan genannt wurden – die „Falle“ benannte nach und nach das gesamte Viertel.

Auch bekannt als: Un Kapan und Büyük Kapan (die Marktnamen aus dem 15. Jahrhundert)

Anreise

Eine Gehminute nördlich des Dzhumaya-Platzes – ebenerdig und vollständig für Fußgänger zugänglich.

Die Markierungen zeigen ungefähre Lagen, keine amtlichen Grenzen.

Chronik des Viertels

  1. 15. Jahrhundert

    Die Marktfalle

    Rund um den Kurshum Han wächst ein Handwerkerbasar; Die Straßen Zhelezarska, Kozhuharska, Abadzhiyska und Zlatarska erinnern an ihre Berufe.

  2. 1652

    880 Geschäfte

    Reiseberichte verzeichnen einen Basar mit etwa 880 Geschäften – dem Handelszentrum von Filibe.

  3. 1906

    Das große Feuer

    Ein Feuer zerstört einen Großteil des Stoffes; Das Viertel wird wieder aufgebaut, doch der Handel schwindet langsam.

  4. 1970er Jahre

    Vor dem Abriss gerettet

    Ein Bebauungsplan sieht die Räumung des Viertels vor; Eine Architektenkampagne verteidigt es und 1983 werden zehn Gebäude rekonstruiert.

  5. 2014

    Das Kreativwirtschaftsviertel

    Auf dem Weg zur Kulturhauptstadt Europas 2019 füllt sich Kapana mit Studios, Galerien und Festivals.

  6. 2019

    Kulturhauptstadt

    Kapana ist die Bühne, auf der Plovdiv sein Kulturhauptstadtjahr Europas erlebt.

Menschen, Gemeinschaften und Institutionen

  • Industrie

    Die Gewerke der Straßennamen

    Zhelezarska, Kozhuharska, Abadzhiyska, Zlatarska – jede Straße erinnert sich an ihren Beruf.

  • Institution

    Das Chifte-Bad

    Das osmanische Doppelbad, heute ein Saal mit zeitgenössischer Kunst.

  • Gemeinschaft

    Die kreative Gemeinschaft

    Die Studios und Festivals haben dem Viertel seit 2014 sein handwerkliches Gen zurückgegeben.

Wichtige Orte

  • Kapana

    Kapana („die Falle“), ein Viertel mit engen Gassen im Zentrum von Plovdiv, heute bekannt als das Kreativ- und Handwerksviertel der...

  • Chifte Hamam

    Chifte Hamam ist ein historisches osmanisches Bad in Plovdiv und ein Kulturdenkmal, das der Karte der Altstadt eine wichtige Allta...

  • Dzhumaya-Moschee

    Eine der ältesten osmanischen Moscheen auf dem Balkan, datiert auf 1363–1364 (Sultan Murad I.). Es hat neun Kuppeln und ein einzig...

  • Dzhumaya-Platz

    Einer der Hauptplätze von Plovdiv, oberhalb der Nordkurve des römischen Stadions von Philippopolis angelegt.

  • Antikes Stadion

    Eines der größten Bauwerke des römischen Philippopolis, erbaut im 2. Jahrhundert unter Kaiser Hadrian und nach dem Vorbild des Sta...

Damals und heute

Routen durch das Viertel