Moderne
Kyuchuk Parizh
„Klein-Paris“ – die Ziegelei, die Flüchtlinge und die Betonbrücke
Südlich der Eisenbahnlinie wuchs das Viertel rund um die Ziegelei von Pavel Kalpakchiev aus dem Jahr 1896 und nahm in den 1920er Jahren Tausende thrakische Flüchtlinge auf. Der Name ist sowohl ein Scherz als auch eine Sehnsucht – das „Klein-Paris“ der Arbeiterklasse in Plovdiv, das erst 1928 durch die Betonbrücke mit dem Zentrum verbunden wurde.
Woher der Name kommt
Von türkisch küçük – „klein“: Kyuchuk Parizh bedeutet „Klein-Paris“; in der lokalen Sprache ist es auf „Kyuchuka“ geschrumpft.
Anreise
Vom Hauptbahnhof aus fahren Sie Richtung Süden über die Unterführung oder die Rhodopen-Überführung. Die meisten Buslinien des südlichen Distrikts verkehren hier.
Chronik des Viertels
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1896
Kalpakchievs Ziegelei
Pavel Kalpakchiev (geb. 1863, Etropole) baut auf 477 Hektar südlich der Eisenbahn eine Ziegelfabrik – den Kern des zukünftigen Viertels.
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1905
Der Chitalishte von Hristo Botev
Das Viertel gründet sein kommunales Kulturhaus – seine erste öffentliche Einrichtung.
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1924
Das Flüchtlingsviertel
Die erste Planung beginnt; Nach dem Vertrag von Neuilly siedeln sich hier Tausende Bulgaren aus der Ägäis-Thrakien an – etwa 4.763 kommen allein aus West-Thrakien nach Plovdiv.
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1927
Der Bleiturm
Ivan Neykov errichtet den „Bleiturm“ – damals das höchste Bauwerk in Plovdiv und bis zu seinem Abriss im Jahr 2002 das Wahrzeichen des Viertels.
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1928
Das Erdbeben und die Betonbrücke
Das Tschirpan-Erdbeben zerstört die Häuser; Im selben Jahr verbindet die Betonbrücke über die Eisenbahn Kyuchuka endlich mit dem Zentrum.
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1995
Der südliche Bezirk
Das Viertel liegt an den heutigen südlichen Bezirksgrenzen – zwischen der Eisenbahn und der Ringstraße.