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Kapana: die „Falle“, die das Handwerk baute und die Kultur wiederbelebte
Von den Handwerkergassen unterhalb der Dzhumaya bis zum Kreativwirtschaftsviertel: Wie ein Netz aus Handelsstraßen zur Bühne für Plovdiv 2019 wurde.
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Ein Netz aus Gassen unterhalb der Dzhumaya
Der Name ist Programm: „Kapana“ bedeutet „die Falle“ – die engen Handelswege sind so eng miteinander verflochten, dass man, wenn man einmal drin ist, Schwierigkeiten hat, den Ausweg zu finden. Das Viertel wuchs neben der Dzhumaya-Moschee und dem gleichnamigen Platz zum handwerklichen Herzen der osmanischen Marktstadt – Straßen voller Lederarbeiter, Goldschmiede und Flechtmacher, deren Namen noch immer auf den Schildern hängen. Die Aufzeichnungen von Open Plovdiv über Kapana basieren auf öffentlichen Beschreibungen des Viertels als historisches Handwerksviertel.
Quellen
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Als es in den Werkstätten still wurde
Im Laufe des 20. Jahrhunderts zog sich das Handwerk langsam aus den Gassen zurück: Die Industrialisierung und später die Veränderungen nach 1989 hinterließen in Kapana geschlossene Erdgeschosse und eine ungewisse Zukunft. Pläne für Abrisse und „sanitäre“ Eingriffe kursierten jahrzehntelang im Viertel, doch das Straßengewirr blieb bestehen – intakt genug, dass die nächste Generation es noch einmal lesen konnte.
Quellen
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Eine Bühne für 2019
Die Bewerbung und das Programm von „Plovdiv – Kulturhauptstadt Europas 2019“ machten Kapana zu einem Wahrzeichen: einem „Kreativwirtschaftsviertel“ mit Galerien, Studios und Festivals in denselben Gassen, in denen einst Käufer gefangen waren. Wichtiger ist, was das Festivaljahr überdauert – die Stadt hat gezeigt, wie ein Kunsthandwerksstoff aus dem 15. Jahrhundert zeitgenössisches Leben tragen kann, ohne abgerissen zu werden.
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